Beobachtungen auf Curaçao: Kurioses und Stereotype!

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Willemstad, Curaçao

Ich (Burcu) gehöre zu den leider etwas zu neugierigen Zeitgenossen und beobachte gerne auch mal andere Touristen. Im Vorbeigehen, im Restaurant oder am Strand: Fast immer ist es unterhaltsam und fast immer lernt man dazu.

Beispielsweise in einem Paradies namens Curaçao.

Als Erste-Welt-Kind bin ich es gewöhnt, dass ich mir überall in jeder Stadt und vielleicht auch in jedem Kaff in Deutschland Deos oder Rasierklingen oder was auch immer kaufen kann. Das kann man auch auf Curaçao. Aber scheinbar nicht in Venezuela.

Dass das Land von Armut geplagt ist, war mir durchaus bekannt. Es mit eigenen Augen zu sehen, wie sie sich im Geschäft einen Kriegsvorrat an Nivea-Deos oder anderen Hygieneartikeln auf einmal zulegen – und sich auch wirklich darüber freuen – ist aber eine andere Geschichte. Das Selbstverständliche wird auf einmal weniger selbstverständlich. Anfängliches Kopfschütteln zu einem „Ah“ – Erlebnis! Vielleicht war es die Ausnahme, aber es passt irgendwie zu meinem (Halb-) Wissen über Venezuela. Leider sind wir mit keinem der vielen Venezolaner ins Gespräch gekommen. Interessiert hätte es mich sehr.

Generell war die Insel perfekt, um die eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Das menschliche Gehirn arbeitet in Schubladen. Dieses vereinfacht die Wahrnehmung unserer komplexen Welt, bietet dem Menschen Schutz und ist in in nicht radikaler Form sehr unterhaltsam.

Caracas Bay, Curaçao

Da ich dafür plädiere den Menschen im Einzelnen kennzulernen und nicht ganze Völker über einen Kamm zu scheren, sollte das Folgende mit einem Augenzwinkern zu verstehen sein:

Niederländer tun so, als würde ihnen die Insel immer noch gehören.

Amerikaner zahlen wirklich jeden Preis. Es spielt keine Rolle, ob sie den selben Artikel fünf Meter weiter für viel günstiger haben können.

Deutsche sind geizig und alle schauen sie böse. Und das im Paradies auf Erden!

Der Pole kennt sich mit seiner eigenen Kamera nicht aus. Ob sie ihm wohl auch wirklich gehört? 😀

Die Einheimischen haben wir als sehr relaxed wahrgenommen und kennengelernt. Außerdem klingt Papiamentu (neben Niederländisch Landessprache) fantastisch. Ich versteh natürlich kein Wort, aber es klingt absolut dushi!!!

Uns ist klar, dass Schubladendenken und Klischees nicht ernst genommen werden dürfen. Die meisten sind aber wirklich unterhaltsam, wenn sie bestätigt werden.

Das Wort „dushi“ versuchen wir im Übrigen in unser Standardvokabular einzubauen!!!

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