Italien für Anfänger – ein Ratgeber!

Procida, Italy

Heute richten wir uns an diejenigen, die noch nie (oder schon lange nicht mehr) in Italien waren. Gut, vielleicht finden auch alle anderen noch etwas Neues. Aber hauptsächlich besserwissern wir hier rum ohne auch nur eine Weile in diesem Land gelebt zu haben.

Wir können es uns eigentlich kaum vorstellen. Wir sind in Bayern aufgewachsen und Italien war immer eines der naheliegendsten Urlaubsziele. Mit dem Auto ist man in knapp 6 Stunden in ‚Bella Italia‘. Dementsprechend wurde unsere Liebe zu Italien früh geprägt und wir haben schon einige Ecken dieses gesegneten Landes entdecken dürfen. Auch wenn es nicht immer klappt: Wir versuchen zumindest, einmal im Jahr Italien einzuplanen!

Ziel dieses Posts: Im Idealfall setzt ihr euch gleich hin und plant eine Reise nach Italien.

Piazza Garibaldi Gianicolo, Rome, Italy

Relaxed bleiben – vor allem beim Auto fahren

Das ist wahrscheinlich der beste Ratschlag, den man irgendwem für jede Situation mitgeben kann. Aber vor allem für Italien. Bis heute verstehen wir nicht, wo wann wie Italiener einen Führerschein machen und warum wir ihnen nicht einfach konsequent verbieten, ein motorisches Fahrgestell zu besteigen. Dezent übertrieben, aber ihr versteht, was wir meinen.

Bedeutet für euch also: Passt auf den Straßen auf. Italiener haben einen etwas anderen Stil und sind mit viel Emotioni unterwegs. Wenn ihr könnt, meidet es, in Neapel mit dem Auto unterwegs zu sein und in Mailand zur Rushhour. Das war eine irre Erfahrung, die wir nicht wiederholen möchten.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten: Die kleinen, unscheinbaren Kästen am Straßenrand finden wir besonders fies – ekelhafte Radarfallen!

Maiori, Amalfi Coast, Italy

Essen und Trinken wie Gott in Italien

Es gibt einfach niemanden auf der Welt, der die italienische Küche nicht liebt. Wir lieben die Klassiker, sind aber oft zu geizig für die Fleischgerichte, die meist sehr teuer sind im Vergleich. Wir sind uns aber sicher, dass es fabelhaft schmeckt. Pizza und Pasta in allen Variationen konnten wir schon zu genüge testen und sind natürlich absolut begeistert.

In Rom und an der Amalfiküste gönnten wir uns jeden Tag mindestens einmal ein gutes Gelato. Niemals dürft ihr Italien verlassen ohne ein gutes Gelato gegessen zu haben. Niemals!

Dasselbe gilt eigentlich auch für Wein. Vor allem die Hausweine beeindrucken uns immer wieder. Für die lächerlichen Preise bekommt man in der Regel vorzügliche Weine serviert. Wie heißt es schön: Ein Essen ohne Wein, ist wie ein Tag ohne Sonnenschein. Guter Wein und Italien gehören einfach zusammen.

Maiori, Amalfi Coast, Italy

Espresso nimmt der Italiener an sich an der Bar im stehen ein und sollte nicht mehr als einen Euro kosten. In touristische Gegenden herrscht natürlich die Ausnahme, aber auch da sollte der Preis die 1,50€ nicht überschreiten.

Tafelwasser gibt es eigentlich so gut wie nicht mehr. Wie es außerhalb der gut besuchten Zonen aussieht, müssen wir noch herausfinden.

Außerdem: Außerhalb Südtirols zahlt man eigentlich kein Trinkgeld, da dieses schon als Coperto enthalten ist. Man lässt das vielleicht ein paar Cent liegen, mehr aber nicht.

Versucht abseits der Touri-Plätze zu essen. Natürlich wäre es nett, am Markusplatz in Venedig mit tollem Blick zu speisen. Wenn dieser nur nicht voller Menschen und Tauben wäre, und die Preise nicht so exorbitant hoch.

Palazzo Caffarelli, Rome, Italy

Italien hat alles zu bieten

Seien es die schöne Strände, die traumhaften Inseln, die malerische Dörfer und Landschaften sowie das Leben in den Städten – jeder kommt in Italien auf seine Kosten. Ich denke nicht, dass wir das Land verklären. Wir sprechen hier von der landschaftlichen und kulturellen Schönheit.

Ponte Vecchio, Florence, Tuscany, Italy

Städte in Italien

Wen es das erste Mal nach Italien zieht, sollte sich auf die Big 3 konzentrieren: Rom, Venedig und Florenz. Es gibt unzählige kleine und mittelgroße schöne italienische Städte, die alle einen Besuch wert wären und wo das eigentliche italienische Leben stattfindet. Aber tatsächlich sind diese drei die Höhepunkte. Für jede Stadt sollte man auf jeden Fall mindestens drei Tage einplanen, abhängig davon, ob und wieviel Museen ihr sehen möchtet. Italien ist das Land der Sehenswürdigkeiten.

Crete Senesi/ Chianti, Tuscany, Italy

Landschaften in Italien

Unter den italienischen Landschaften sticht immer die Toskana hervor. Vor allem im Frühling bei Sonnenschein muss man automatisch an Landschaftsmalereien großer Künstler denken. Die Zypressenlandschaft der Crete Senesi unterbrochen durch Dörfer und Städte wie Siena lassen einen an der Wirklichkeit zweifeln.

Natürlich sind aber auch die Alpen ein beliebtes Reiseziel oder Küstenstreifen wie die ‚Cinque Terre‘ in Ligurien und die Amalfiküste südlich von Neapel.

Cala Brandinchi, Sardinia, Italy

Die Strände Italiens

Die schönsten Strände gibt es auf Sardinien und auch teilweise auf Sizilien. Apulien und Kalabrien sollen ebenfalls sehr schön sein, müssen wir uns aber erst noch live ansehen.

Die Adria ist perfekt für Kinder mit breiten Sandstränden und warmem Wasser (Bilderbuchstrände findet man dort aber eher selten). Wer Abgeschiedenheit sucht, ist mit der Nebensaison besser beraten, da die Strände sonst sehr überfüllt sind.

Das Gute ist, viele Ziele lassen sich auch wunderbar miteinander kombinieren: Venedig mit einem Badeurlaub an der Adria oder Wandern in den Alpen. Die Toskana mit Florenz und Rom und Neapel mit der Amalfiküste.

Isola Bella, Taormina, Sicily, Italy

Unser Tipp für euch ist übrigens Sizilien. Hier findet ihr vielleicht nicht die allerschönsten Strände (Sardinien) und die allertollsten Städte. Aber für uns war die Insel eine perfekte Mischung aus toller Landschaft (inklusive dem Vulkan Ätna), malerischen Orten, schönen Stränden und italienischer Lebensart (leckeres Essen und vorzügliche Weine). Hier kann man in ein bis zwei Wochen viel Schönes sehen und erleben. Italien, wie man es sich vorstellt!

Enna, Sicily, Italy

Die beste Reisezeit für Italien

Kann man so nicht sagen, da sehr unterschiedlich. Die Zeit um Ferragosto beispielsweise würden wir meiden. Die ersten zwei Augustwochen bis zum 15. August kommt das wirtschaftliche und bürokratische Leben zum erliegen. Die Einwohner Italiens braten sich dann an den zahlreichen Stränden des Landes und es ist überfüllt und teuer.

Ansonsten hängt es natürlich davon ab, was ihr vorhabt. Städtetrips sind immer möglich. Wir würden aber die Sommerhitze meiden. Für die Landschaften ist der Frühling perfekt. Baden an den Stränden geht oft schon ab Mai. In Sardinien konnten wir Anfang Oktober noch wunderbar baden.

Siena, Tuscany, Italy

Ein bisschen Italienisch kann nicht schaden

Wir hatten oft die Erfahrung gemacht, dass man mit Englisch schon irgendwie durchkommt. Vor allem aber außerhalb der Städte und Touri-Zonen sind ein paar Brocken Italienisch von Vorteil. Englisch ist in Italien nicht selbstverständlich. Im Cilento hatten wir das Gefühl, dass nur Italiener da sind. Entsprechende Kommunikationsschwierigkeiten hatten wir beispielsweise in Restaurants. Aber am Ende hat es immer geklappt!

Wir haben bei weitem noch nicht alles gesehen in Italien: Auf dem Plan sind vor allem Apulien, Kalabrien, Umbrien, Emilia Romagna, Ligurien und die Seen im Norden des Landes. Wir haben also noch viel zu tun.

Wo hat es euch in Italien am besten gefallen und warum? Wo habt ihr für euch das ‚echte‘ Italien gefunden?

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