Kuba in Oldtimern entdecken – eine ganz besondere Erfahrung!

Weiße Strände, türkises Meer, unzählige Palmen, Zigarren, Rum und Musik! Wer träumt nicht davon, eines Tages Kuba zu entdecken?

Mit Oldtimern geht dies wunderbar und es ist auf jeden Fall eine tolle Erfahrung. Es gibt keinen besseren Weg, die Menschen und ihre Kultur kennenzulernen und gleichzeitig so viel wie möglich von dieser wunderschönen Insel zu sehen. Oldtimer sind allgegenwärtig auf Kuba, nicht alle sind gleich gut erhalten und gleich schön.

Oldtimer vor dem Kapitol in Havanna, Kuba

Zwei besonders schöne Oldtimer in Trinidad, Kuba

Auf der anderen Seite sind aber (vor allem in der Landwirtschaft) noch viel ältere Gefährte unterwegs.

 

 

Straßenschilder in Vinales, Kuba - nicht in einem Museum!

Landwirtschaftliches Gefährt in Vinales, Cuba


Wir buchten den Trip von Viñales im Westen nach Trinidad in Zentralkuba mit einem Privattaxi (einem Oldtimer) statt mit dem Bus. Dies war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, da es nicht mal viel teurer war.

Unser Modell war ein mehr als 50 Jahre alter Chevrolet, den man in Europa oder auch den USA kaum mehr sieht. Auf Kuba ist das gerade mal das Durchschnittsalter. Für Europäer und Amerikaner, die Oldtimer lieben, ist das schlicht das Paradies. Kubaner hingegen würden mit Handkuss einen langweiligen neuen Toyota (oder was auch immer) nehmen.

Unser Schmuckstück - ein 35 Jahre alter Chevrolet, Cuba

Dies ist auch ein schönes Symbol für Kuba: Die meisten Kubaner würden sehr gerne neue ‚westliche‘ Produkte haben, sind aber gleichzeitig Weltmeister im Improvisieren und im Genießen des Augenblicks. Wenn es an den Tankstellen kein Benzin gibt, kennen sie einen Freund, der gerade illegales Benzin aus Venezuela verkauft.

An der 'Tankstelle', Cuba

Sie sind sehr sehr glücklich, obwohl es ihnen im Alltag an so vielem fehlt. Wir könnten uns in unserer westlichen Welt des Kommerz und Überflusses eine Scheibe abschneiden.

Wir durchquerten also das halbe Land, während wir mit zwei weiteren Passagieren (große Slowenen) auf dem Rücksitz des alten Mercedes eingezwängt waren. Es war natürlich überhaupt nicht komfortabel, aber wir genossen es trotzdem, weil wir die glücklichen Menschen um uns herum sahen. Bei einer Pause wollten uns Leute Mittagessen verkaufen. Wir lehnten dankend ab, da es wirklich alles andere als hygienisch aussah. Sie schien es gar nicht zu stören und sahen weiterhin einfach glücklich aus. Sie genossen einfach das gute Wetter, die beeindruckende Landschaft und die allgegenwärtige Musik. Unabhängig vom ‚System‘ ist das eine Einstellung, die vielen Europäern gut tun würde: Glücklich sein mit dem, was man hat, anstatt immer nach dem zu streben, was man gerade nicht hat.

Wir wollen hier auch nicht übertreiben. Wenn man die Leute befragt, beschweren sie sich auch schon mal über dies und das. Manchmal kann man nicht mal Wasser oder Toilettenpapier im Supermarkt kaufen. Ach ja: selbst in schickeren Restaurants kann es dir passieren, dass du das Toilettenpapier einzeln abgezählt (maximal etwa 10 Blätter) bekommst, weil es so selten ist. Aber gleichzeitig scheint es stets, dass sie wissen, dass es etwas wichtigeres gibt: Einfach glücklich sein mit der Familie und Freunden und das Leben genießen.

Das ist, grob gesagt, die Zusammenfassung von dem, was uns unser Fahrer erzählt hat, warum er es liebt, auf Kuba zu leben. Und das nahmen wir auch von unserem Trip mit: Eine Lektion für unser tägliches Leben und eine einzigartige Reiseerfahrung.

Wenn euch Kuba interessiert, beeilt euch! Das Land wird sich in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich grundlegend verändern. Deshalb solltet ihr das ‚original‘ Kuba genießen, so lange es noch möglich ist.

 

2 Antworten

  1. habt ihr den Taxi erst in Viñales organisiert? wir möchten von Viñales nach Trinidad fahren mit Pause in Cienfuegos. darf ich fragen was das gekostet hat? wir rechnen mit ca. 180 cuc.

    • Wir hatten uns das Taxi mit zwei Slowenen geteilt. Kostete dann 30 CUC pro Nase. 180 CUC sind vom Preis ok, wenn ihr das Taxi mit Zwischenstopp für euch alleine haben wollt. Ihr könntet aber auch noch bisschen mehr rausholen. Heißt zum Beispiel noch ein Stopp in Santa Clara. Ich würde dir empfehlen, dich bei einer staatlichen Agentur nach dem aktuellen Standardpreis zu erkundigen.Dann habt ihr eine Verhandlungsbasis. LG

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