Spiegelreflexkamera

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Canon EOS 600 D

In den allermeisten Situationen ist mein absoluter Liebling die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 600 D. Früher waren digitale Spiegelreflexkameras sehr teuer. Heute kosten teilweise nicht mehr als Kompaktkameras oder Smartphones.

Die EOS 600 D (aktuelles Modell ist die EOS 700 D) ist in der Klasse über den Einsteigermodellen (EOS 1000 D und folgende) angesiedelt und ist damit für fortgeschrittene Anfänger ebenso wie für Mittelklasse-Ansprüche geeignet. Natürlich gibt es hier auch von anderen Herstellern vergleichbare Modelle (Nikon D 7100, Sony Alpha 57, Pentax K-S2; ich bleibe aber natürlich meiner Canon treu).

Die EOS 600 D macht qualitativ richtig gute Bilder. Inzwischen gibt es auch schon zwei Nachfolger mit einigen netten technischen Zusätzen (GPS, WLAN, Touchscreen); die Bildqualität ist aber immer noch auf der Höhe der Zeit.

Der große Vorteil der Spiegelreflexkameras ist, dass man alles genau so einstellen kann, wie man will. Man hat die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und der exzellente optische Sucher erlauben auch bei hellem (Gegen-) Licht bestmögliche Fotoqualität.

Ein Nachteil ist sicher, dass man einen schweren ‚Brocken‘ mitschleppen muss. Wer weiß, dass er höchstwahrscheinlich dafür zu faul ist, der sollte sich definitv KEINE Spiegelreflexkamera kaufen. Wer das schon weiß, weiß auch, dass es soweit kommen wird und dafür ist es um das eigene Geld, aber auch die Kamera zu Schade! Meiner Meinung nach!

Ich kann Spiegelreflexkameras definitiv empfehlen. Überlegt man, sich eine zuzulegen, gibt es im Internet viele Foren und die Bewertungen bei Onlinehändlern. So kann man sich umfassend und einfach informieren. Auch den Besuch eines Fachgeschäfts kann ich empfehlen, wenn man dort eine gute Beratung bekommt. Großer Vorteil: Hier kann man die Kamera auch mal in die Hand nehmen. Mit etwas Glück sind diese sogar beim Preis konkurrenzfähig.

Objektive

Bezüglich Objektivwechsel: Natürlich kann man beim Kit-Objektiv bleiben und damit auch sehr ordentliche Bilder machen. Jedoch verschenkt man damit einen der größten Vorteile der Spiegelreflexkameras. Ich habe ein Zoomobjektiv sowie eine Festbrennweite neben einem ‚Immer-Drauf-Objektiv‘ von Tamron, die auch gar nicht so teuer waren und mit denen ich sehr zufrieden bin. Es gibt genug Situationen, in denen man froh ist, spezielle Objektive nutzen zu können (wenn man sie dann auch zur Hand hat).

Einstellungen und Zubehör

Natürlich muss man sich, um die Möglichkeiten einer Spiegelreflexkamera voll ausschöpfen zu können, durchaus einige Zeit damit beschäftigen und das Zubehör ist auch nicht gerade billig. In der Dämmerung kann man die Belichtung manuell anpassen, den Blitz nur zuschalten, wenn man ihn auch wirklich braucht. Ein weiterer Vorteil von Spiegelreflexkameras ist meistens die Schnelligkeit. Man kann viele Fotos in guter Qualität schnell hintereinander machen.

Macht man das nicht, kann man im Automatikmodus auch tolle Bilder machen, jedoch kommt man dann meiner Meinung nach mit günstigeren und leichteren Kameras besser weg. Mir ist es das absolut wert und bei meinen Lieblingsbildern denke ich mir im Nachhinein: Alles richtig gemacht!

Beispielbilder

Im Folgenden ein paar Beispielbilder, die die Vorteile einer Spiegelreflexkamera aufzeigen sollen. Ich sage nicht, dass diese Bilder mit anderen Kameras nicht möglich wären, jedoch ist es zumindest einfacher damit.

Das Spiel mit der Schärfe

Im Telebereich mit geöffneter Blende (niedrige Blendenwerte) lässt sich wunderbar mit geringer Tiefenschärfe experimentieren. So kann man genau den gewünschten Bereich scharf stellen, während der Hintergrund (oder auch der Vordergrund) unscharf verschwimmt. Mit einem guten optischen Sucher lässt sich der Bereich einfach und exakt festlegen.

Lange Belichtung mit dem Blitz kombinieren

Es ist sehr einfach, mit einer Spiegelreflex lange (beliebige) Belichtungszeiten mit einer Blitzauslösung zu kombinieren. Damit wird der Vordergrund hell ausgeleuchtet, während der Hintergrund zu leuchten beginnt. Man kann damit auch mit einer hohen Blendenzahl (und dadurch einer hohen Tiefenschärfe) genug Licht einfangen. Ein Automatikmodus würde eine Blitzauslösung immer mit einer kurzen Belichtungszeit kombinieren und der Hintergrund wäre dunkel.

Auf dynamische Objekte fokussieren – Wischeffekt

Mit einem optischen Sucher und dem präzisen Auslösen einer Spiegelreflex lassen sich wunderbar bewegte Objekte einfangen. Wählt man nun die Belichtungszeit nicht allzu kurz (z.B. 1/10s, je nach Situation) und ‚zieht‘ die Kamera während des Auslösens mit dem Objekt mit, ‚verwischt‘ der Hintergrund.

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