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Die Riviera Maya in Yucatan: Gran Cenote und die Touristenhölle um Akumal und Tulum!

Tulum, Mexico

Nachdem ihr schon einen ersten Eindruck von unserer Reise bekommen habt (siehe ‚Unsere besten Bilder‘), möchten wir euch nun über die erste Station unserer Reise berichten. Angekommen am Flughafen Cancun ging es mit dem Mietwagen Richtung Riviera Maya.

Unsere Unterkunft für drei Nächte hatten wir in Akumal in der wunderschönen, idyllischen ‚Villa Morena Eco Living‘ gebucht; dazu aber später mehr.

Von hier aus starteten wir unsere Ausflüge zu ein paar Highlights der Region.

Akumal Turtle Bay

Der Besuch dieses eigentlich schönen Strandes war wahrscheinlich die Enttäuschung unserer Reise. Etwas übertrieben formuliert, aber im Grunde gibt es tatsächlich besseres.

Wir wollten hier schnorcheln und mit ein bisschen Glück Schildkröten sehen. Als wir ankamen wurden wir von ein paar Guides angesprochen, die uns mitteilten, dass schnorcheln ohne Guide nur noch in bestimmten Bereichen möglich ist. Kurz: Da wo man sehr wahrscheinlich keine Schildkröten sehen wird.

Hinzu kam, dass der Strand restlos überlaufen war und das schon am frühen Vormittag. Gegen 9.30 Uhr waren schon so viele Menschen da und vor allem auch im Wasser, dass uns schnell die Lust verging. Das Wasser war (wahrscheinlich auch wegen der vielen Leute) nicht so klar, wie wir es erhofft hätten und die Guides wären relativ teuer gewesen.

Jan schnorchelte noch ein bisschen im Wasser, während ich versuchte meiner Winterhaut etwas Farbe zu ermöglichen. Den Parkplatz hatten wir ja nicht umsonst bezahlt.

Es ist wirklich schade, denn die Bucht ist schön. Die Infos, die wir im Internet gefunden hatten, sind leider nicht mehr aktuell. Vor einem Jahr noch konnte man hier ohne Guide auf eigene Faust schnorcheln.

Wenn man die Massen an Menschen sieht, die hierher angekarrt werden, wirkt der Grund für die Neuregelung umso trauriger: der angebliche Schutz der Schildkröten. So klappt das unserer Meinung nach nicht.

Die Maya-Stätte in Tulum

Ein weiteres Highlight an der Riviera Maya ist natürlich die berühmte Maya-Stätte in Tulum. Diese macht gefühlt 90% der Bilder aus, die man im Internet über die Yucatan Halbinsel findet.

Hier hatten wir die Massen schon erwartet. Wir waren etwa kurz nach neun an einem der kostenpflichtigen Parkplätze und konnten anhand der vielen Busse schon erkennen, dass wir auch hier nicht die ersten sein werden.

Zu voll war es aber (noch) nicht, da das Areal wirklich groß ist und sich die Gruppen gut verteilen. Mittags rum könnte es schlimmer sein.

Im 13. und 14. Jahrhundert war Tulum eine der größeren Städte an der Yucatan Halbinsel. Durch ihre Lage am Meer war sie für die Verteidigung und den Handel von Bedeutung. Vor Ort konnten wir einem Guide zuhören, der die Maya Städte wie folgt verglich: Chichen Itza entspricht von der Bedeutung her etwa Washington D.C., während Tulum eher den Status von Houston hat.

Obwohl es deutlich wichtigere Maya-Stätten gibt, lassen die Besucher der Halbinsel diesen Ort nicht aus. Den wunderschönen ‚Tempel des Windgottes‘ (‚Templo del Dios del Viento‘) will jeder sehen. Majestätisch ragt er über dem puderweißen Strand und blickt auf das türkisblaue Meer. Mit ein bisschen mehr Ruhe, hätte ich hier Stunden lang sitzen können und mich an den Anblick versuchen satt zu sehen.

Der Strand lädt einerseits zum Baden ein, andererseits war schon in der Früh gut was los und es wird im Laufe des Tages ja eher schlimmer. Ein Traum wäre es so eine Bucht mal für sich alleine zu haben. Da kann ich leider nur weiterträumen.

Wer früh kommt, für den lohnt sich der Besuch dieser Tempelstätte auf jeden Fall. Noch später könnte es auch unerträglich heiß werden.

Info für die, die hier in der Nähe übernachten möchten: Der Strand von Tulum ist einer der Schönsten überhaupt. Leider ist es sehr kostspielig und einsam ist man hier auch nicht. Früh buchen könnte hier möglicherweise helfen, was einigermaßen günstiges zu bekommen.

Die Gran Cenote bei Tulum

Die Yucatan Halbinsel verwöhnt die Menschheit nicht nur mit interessanten Ruinen und traumhaften Stränden. Ein weiteres Highlight sind die Cenotes: Kalksteinlöcher, die mit Süßwasser gefüllt sind und zum Schnorcheln und Tauchen einladen.

Der Name ‚Cenote‘ stammt von den Maya, die diese einst zur Wasserversorgung nutzten. Auch die auffällig grüne Bewaldung der Region wird auf die Cenotes zurückgeführt.

Inzwischen haben sich natürlich ein paar Favoriten unter den Cenotes herausgebildet. Einer dieser ist die Gran Cenote, die ihr am besten zwischen 11 und 12 Uhr besucht. Zu dieser Zeit ist das Licht für Fotos am besten. Aber auch um überhaupt was beim Schnorcheln zu sehen.

Es ist gut was los hier, aber da sich alles gut verteilt, hat es nicht weiter gestört. Neben hunderten Fischen konnten wir auch zwei Schildkröten beobachten, was (siehe oben) in Akumal leider nicht geklappt hatte. Wir hatten hier auf jeden Fall unseren Spaß.

Übrigens: Die Gran Cenote sieht einfach perfekt aus!

Zusammenfassung

Am Ende unserer Reise können wir zusammenfassend sagen, dass wir der Region mit gemischten Gefühlen gegenüber stehen. Und zwar aus zwei bestimmten Gründen: Einerseits ist es hier wirklich wunderschön, andererseits wirklich restlos überlaufen und sehr amerikanisch geprägt. Einerseits hatten wir es erwartet, andererseits hat es uns doch etwas gestört.

Abraten werden wir niemanden davon hierherzureisen. Dafür ist es einfach zu schön. Aber paradiesische Idylle findet ihr eher woanders.




 



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