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Lofoten, Norwegen: Flakstadøy, Vestvågøy, Austvågøya!

Haukland, Lofoten, Norway

Für den zweiten Teil unseres Norwegen Road Trips verließen wir Moskenesøy und fuhren wieder in Richtung Norden/Osten/Nordosten/whatever. Dort erwarteten uns drei weitere Inseln des Lofotenarchipels: Flakstadøy, Vestvågøy, Austvågøya. Weniger bekannt als die südlichen Inseln, aber nicht weniger schön.

Das Schöne an dieser Woche war, soviel Zeit für alles zu haben. Da das Wetter hier oben unvorhersehbar ist (sämtliche Wetterapps hatten uns hier mit ihren Vorhersagen grundsätzlich angelogen), konnten wir fast alles sowohl bei gutem als auch bei schlechtem Wetter sehen.

Und glaubt uns, hier wie sonst nirgendwo anders wollt ihr gutes Wetter haben. Heißt Sonne, egal wie kalt es ist. Ohne ist es ganz nett. Mit ist es der Wahnsinn.

Die landschaftliche Vielfalt ist unglaublich. Auf der einen Seite findet man wunderschöne Traumstrände mit türkisfarbenem Wasser. Die Strandbuchten gehören mit zu den Schönsten, die wir bisher gesehen haben.

Auf der anderen Seite wiederum wilde und seltsame Gebirgsformationen. Und mittendrin immer wieder putzige Bilderbuchdörfer mit Rorbuer, den ‚typischen‘ Fischerhütten.

Als würde euch eine unsichtbare Macht zwingen, mehr und mehr Fotos von allem zu machen.

Flakstadøy: Ramberg und Flakstad Stranda, Fredvang, Kilanleira, Nusfjord

Da die Inseln alle nicht allzu groß sind, kann man Sehenswertes in relativ kurzer Zeit sehen. Zum Pflichtprogramm auf Flakstadøy gehören unter anderem die wunderschönen Strände Ramberg und Flakstad. Während der Ramberg Strand was Karibisches hat, erinnerten uns der Flakstad Strand und die Gebirge im Hintergrund etwas an Südafrika.

In der Nähe des Flakstad Strandes befindet sich auch die schöne, kleine Flakstad Kreuzkirche aus dem 18. Jahrhundert.

Ein weiteres berühmtes Motiv dieser Insel sind auch die zwei Brücken in Fredvang. Es ist ein kleines Fischerdorf, das zwar auf Moskenesøy liegt, aber zur Gemeinde Flakstad gehört.

Besonders surreal fanden wir Kilanleira. Man findet kaum was dazu im Internet. Wir haben diesen Ort erst nach unserer Reise gegooglet, weil es gar so schön war. Türkisfarbenes Wasser mit Bergen im Hintergrund und einer gespenstischen Stille. Es gibt ein oder zwei Haltepunkte, die ihr nutzen solltet.

Und zu guter Letzt, dass wunderschöne Dorf Nusfjord. Das Lustige ist, in Nusfjord wohnt heute eigentlich keiner mehr. Kommt im Sommer und zahlt 10€ Eintritt für das Freilichtmuseum, dass das ehemalige Fischerdorf heute ist. Oder macht bisschen illegale Dinge. Aber lieber nicht. Zwischen Februar und April wird hier der berühmte Stockfisch gefangen und verarbeitet, bevor es dann in Südeuropa als ‚regionales Fischgericht‘ (Bacalao in Portugal) verkauft wird.

Nusfjord liegt idyllisch im Bottelvika Fjord und ist umgeben von steilen Felswänden. Soweit ich weiß, kann man in den schönen Rorbuern übernachten. Ich nehme an, dass es an einem so schönen Ort sicher sehr teuer ist und man sich vorher informieren sollte. Wenn ihr das Kleingeld habt, tut es!

Vestvågøy: Ballstad, Leknes, Haukland Beach, Offersøykammen

Vestvågøy befindet sich zwischen Flakstadøya und Austvågøya und ist die bevölkerungsreichste Insel von Lofoten und Vesterålen.

In Vestvågøy hatten wir unsere zweite Unterkunft. Sie befindet sich in Ballstad und heißt Villa Ballstad. Eine tolle weiße Villa mit wunderschönem Blick über den Ort und die Berge.

Als weiteren größeren Ort und Einkaufsmöglichkeit befindet sich auf Vestvågøy noch der Ort Leknes. Nichts besonderes, aber wie schon gesagt: Für Selbstversorger ein guter Halte- und Orientierungspunkt.

Landschaftlich sticht hier zum einen der Haukland Beach heraus. Die Arktis und schöne Strände, sind zwei Begriffe, die zwar irgendwie nicht zusammen passen. Wenn man aber hier ist, löst sich der Widerspruch in Nichts auf. Das Wasser ist sicherlich sehr frisch (auch wenn das die Locals anders sehen), aber an schönen Tagen kann man hier sicher baden.

Zum anderen wäre da noch der Offersøykammen, nicht weit von Lekknes. Es handelt sich hier um einen Berg mit einer fabelhaften 360° Aussicht über die umliegende Insellandschaft. Der Aufstieg ist etwas schwer, aber dauert dafür nur etwa eine Stunde. Es geht relativ steil bergauf. An der Nebenstraße zur E10 befindet sich ein kleiner Parkplatz, von da an nur noch bergauf.

Bei ungemütlichem Wetter (siehe Bilder) ist es richtig schön unangenehm oben. Der Blick entschädigt zwar, lange hält man es aber leider nicht aus. Also lieber an einem schönen Tag hochwandern, das haben wir dann aber leider nicht mehr geschafft.

Austvågøya: Svolvær, Vatterfjordpollen, Austnesfjord & Sildpollness kirke, Henningsvær

Die letzte der drei Inseln auf unserer Rückfahrt nennt sich Austvågøya und war der letzte Stopp bevor wir auf Vesterålen landeten. Sie ist die flächenmäßig größte Insel der Lofoten und entsprechend befindet sich hier mit Svolvær, die einzige Stadt der Lofotenkette.

Zum einen ist es für alle eine gute Einkaufsmöglichkeit, zum anderen befindet sich hier auch eine sehr fotogene Kirche

Nördlich von Svolvær befindet sich der surreale Vatterfjordpollen. Für Fotofetischisten und eigentlich jeden anderen Menschen ist dieser Ort ein Muss!

Ebenso der Austnesfjord mit der Sildpollness kirke, die auf einer Halbinsel liegt und umgeben ist von mächtigen Gebirgen. Von einem Parkplatz aus, hat man einen perfekten Blick über die gesamte Bucht. Die Kirche wirkt absurd winzig in dieser Umgebung und irgendwie sieht es überhaupt aus wie auf einem Gemälde.

Freunde schöner Fischerdörfer dürfen sich ebenso auf Austvågøya freuen, denn hier befindet sich das schöne Henningsvær, dass auch das ‘Venedig des Nordens’ genannt wird. Etwas übertrieben von der Beschreibung. Trotzdem ein schöner Ort.

Er befindet sich an der Südspitze der Insel und teilt sich auf zwei kleine vorgelagerte Inseln auf. Schon die Fahrt hierher, am Rørvik Strand vorbei und entlang der wilden Küste war ein Traum. Kleine vorgelagerte Inseln überall, tolle Buchten und ein wunderschönes Panorama. Bei guter Sicht, sieht man die Umrisse eines großen Teils der Lofotenkette.




 



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