TravAgSta

Südliche Lofoten: Moskenes!

Reine, Lofoten, Norway

Wie schon mehrfach irgendwo in diesem Blog geschrieben, waren wir vor einem Jahr mit dem VW Bus im Süden Norwegens unterwegs, was vor allem landschaftlich ein overload an Schönheit war.

Diesmal wollten wir vor allem wegen der Nordlichter in den Norden und wurden extrem überrascht: Der Norden des Landes ist an Schönheit kaum zu überbieten und hat uns wahrscheinlich dauerhaft zu Norwegen-Jüngern konvertieren lassen.

Vielleicht gibt es irgendwo da draußen was Schöneres. Vielleicht nicht. Noch wissen wir es nicht. Gebt uns Bescheid, falls ihr was wisst. Wir huldigen gerne auch einem anderen Ort.

Die Moskenes Inseln

Nach langem Vorgeplänkel und Bilder-Post kommen wir nun endlich zum ersten Teil unseres Norwegen-Road-Trips. Wir kamen Freitagnachts an, übernachteten in der Nähe des Flughafens (viele Angebote bei AirBnB) und machten uns am nächsten Tag auf den Weg Richtung Moskenes.

So wird die südlichste Lofoten Insel genannt; die Gegend ist auch gleichzeitig die Berühmteste. Vor allem der Ort Reine dürfte jedem eigentlich irgendwann, irgendwo mindestens in Bildform begegnet sein. Die steilen Berge sind wild und die Dörfer hier passen perfekt ins Bild.

Die Dörfer sind zum Teil so klein, dass die Straßen keine Namen haben und euch bei Buchung der Unterkunft die Standortkoordinaten mitgeteilt werden. Also Navi mitnehmen.

Die Endung –øy könnt ihr euch gleich merken. Sie bedeutet Insel und wird euch aus naheliegenden Gründen mehrfach begegnen.

Was die Finanzen angeht, solltet ihr wissen, dass die Moskenes Inseln der teuerste Teil der Lofoten sind. Es gibt insgesamt nicht viele Unterkünfte oder irgendwas grundsätzlich an Zivilisation. Daher solltet ihr hier zumindest für die Hauptsaison frühzeitig buchen.

Auf unserer Liste der Postkartendörfer standen und sind  Å i Lofoten, Sørvagen, Sakrisøy, Hamnøy und Reine. Die einzelnen Orte sind einfach und gut über die E10 verbunden (in diesem Post schon mal erwähnt).

Å i Lofoten

Der Ort, mit dem coolsten Namen. ‚Å‘ bedeutet übersetzt ‚Bach‘ und befindet sich wie die anderen Orte auch, auf der Ostseite der Moskenesøy. Früher lebte der Ort von der Fischerei. Heute ist es ein Museumsfischerdorf.

Die Rorbuer, die roten Fischerhütten, fanden wir hier am Schönsten. Da Å abhängig ist vom Tourismus in den Sommermonaten, legt man auf das äußere Erscheinungsbild natürlich viel wert.

Sørvagen

Sørvagen hatten wir eigentlich gar nicht auf dem Schirm. Auf dem Rückweg von Å legten wir hier eine Café-Pause ein. Das Café hier heißt Maren Anna, Kaffee und Kuchen waren die 13€ wert. Die schöne, nervige Katze gab es gratis dazu.

Reine

Auf Reine freuten wir uns am meisten. Erstens weil es landschaftlich so schön ist und zweitens wollten wir auf den Reinebringen wandern. In den letzten Jahren kamen allerdings so viele Wanderer, dass der Weg einstürzte und gesperrt wurde. Laut örtlicher Infostelle soll nun ein richtiger Wanderweg gebaut werden und nächstes Jahr wieder für die Menschheit zugänglich sein. Manchmal hat man einfach Pech.

Gott sei Dank ist Reine so auch ganz nett anzusehen und das Wetter machte auch noch mit.

Sakrisøy

Der Ort befindet sich zwischen Reine und Hamnøy und eigentlich passiert nichts Besonderes. Allerdings befand sich hier unsere Unterkunft. Sie heißt Sakrisøy Hostel und wir waren sehr zufrieden. Wir hatten die Deluxe-Zimmer im Untergeschoß, die haben dann mit Hostel eigentlich nichts zu tun. Parkplätze sind vorhanden, die Besitzerin ist sehr nett und ob ihr ein Zimmer mit oder ohne Bad wollt, könnt ihr auch selbst entscheiden.

Von der gegenüberliegenden Insel (Olenilsøya) sieht die Insel allerdings fabelhaft aus, wie wir finden. Die Farbe des Wassers ist unglaublich schön.

Hamnøy

Ein malerischer Ort an dem nichts passiert. Es gibt einige Unterkünfte (vor allem Rorbuer) und Restaurants. Ansonsten anschauen, Foto machen, weiterfahren.

Insgesamt hatte es uns sehr gut gefallen. Wir buchten für die Moskenes Inseln zwei Übernachtungen. Je nachdem wie viele Wanderungen man in der Umgebung machen möchte, sollte man natürlich mehr einplanen.

Was uns etwas störte: Für Nordlichter waren uns die letzteren drei Orte zu hell. Sowohl um sie mit bloßem Auge zu sehen, als sie auch auf Fotos zu bekommen. Wir mussten dafür etwas weiter rausfahren. Schade, weil die Dörfer als Kulisse sonst perfekt gewesen wären.




 



Booking.com

Die mobile Version verlassen