Jordanien – unsere Erfahrungen in Amman!

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Amman, Jordan

Unsere zweiwöchige Reise startete von Frankfurt nach Amman, wo uns mitten in der Nacht noch ein etwas längeres (aber unkompliziertes) Einreiseprozedere erwartete, bevor wir dann von unserem sehr netten Fahrer Mr. Mohammed oder Ahmed (Sorry, wir haben leider seinen Namen vergessen) in unser Hotel gefahren wurden.

Wir hatten einen vollen Tag in Amman zur Verfügung. Davon ging dank unserer Ankunftszeit einiges für Schlafen drauf. Für das was wir in der Stadt sehen wollten, war die Zeit trotzdem mehr als genug.

Amman, Israel

Amman – Stadt auf sieben Hügeln

Erst hieß die Stadt ‚Rabbat-Ammon‘, unter den Griechen dann ‚Philadelphia‘ und später dann Amman.

Das erste was einem auffällt in Amman: Autos, Autos, Autos, wo man nur hinsieht. Entsprechend ist das Gehupe sehr laut und der Gestank sehr groß. Wem das nicht gefällt, geht (oder fährt mit dem Taxi) einen der sieben Hügel der Stadt hoch, auf der sie einst erbaut wurde. Dort wird die Luft erstens etwas besser und zweitens hat man einen wahnsinns Blick auf das sandsteinfarbene Häusermeer der Stadt. Es ist wirklich sehr beeindruckend.

Die Menschen in Amman sind sehr nett. Sie werden nicht müde, dich mit ‚Welcome!‘ zu überhäufen. Sie freuen sich auf Touristen/ Besucher und haben eine gute Infrastruktur für diese aufgebaut.

Street Art gefällt den jungen Leuten der Stadt wohl besonders gut. Man findet es überall.

Etwa die Hälfte der Einwohner Jordaniens lebt in Amman und Umgebung. Die andere Hälfte teilweise in den Wüstenregionen, um die kümmern wir uns dann später.

Uns hat etwa ein halber Tag gereicht, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen. Für die König-Abdullah-Moschee hatten wir leider keine Zeit mehr. Wir konzentrierten uns auf die Altstadt. Die Moschee liegt etwas außerhalb und ist mit dem Taxi zu erreichen. Leider ist der Verkehr so heftig, dass die Fahrt alleine schon viel Zeit in Anspruch nimmt. War also für uns nicht drin und wir hatten dann ehrlicherweise auch keine Lust mehr. Sie soll aber sehr beeindruckend sein.

Amman, Jordan

Taxis in Amman vermeiden – unsere Erfahrung

Generell würden wir euch empfehlen, so viel wie möglich zu Fuß zu sehen. Es kann bei hohen Temperaturen zwar sehr anstrengend werden, ständig die Hügel rauf und unten dann die Abgase abzubekommen.

Man sieht zu Fuß aber, wie immer, viel mehr Ecken zum einen, zum anderen vermeidet man die Taxi Scammer. Taxifahren ist sehr günstig in Amman. Auch für Touristen, zumindest wenn der Taxifahrer bereit ist, den Meter zu nutzen. Aber oft wollen sie Fixpreise vereinbaren, die das Doppelte bis Dreifache kosten und da ging es uns einfach ums Prinzip.

Amman, Jordan

Story für euch: Zur Zitadelle hoch gönnten wir uns ein Taxi. Wohlwissend einen Touri-Aufschlag zahlen zu müssen. Während der Fahrt lief das Taxameter. Dachten uns also nix dabei. Oben angekommen nennt er uns 2 JD als Preis. Wir zeigen auf das Taxameter (auf dem etwa 0,75 JD steht), er meint das gilt nicht. Wir: Doch. Er: Ok, machen wir 1 JD. Wir waren einverstanden. Das war etwas mehr als die Einheimischen bezahlen.

Nachdem wir die Zitadelle gesehen hatten, wollten wir uns zum Amphitheater kutschieren lassen und den Preis schon vorher absprechen. Preislich kamen sie uns nicht entgegen. Humor haben sie allerdings. Als wir sie auf Taxameter ansprachen, hieß es: ‚Taxameter is in the hospital‘. Wir verabschiedeten uns alle höflich voneinander und sind den Hügel zu Fuß runter.

Amman, Jordan

Was das beste überhaupt war, denn auf dem Weg runter hat man immer wieder schöne Aussichtspunkte und sieht ein bisschen vom Leben in der Stadt und der Jordanier.

Was wir damit sagen wollen: Taxi nehmen ist trotz Scammer Preise immer noch sehr günstig für uns. Trotzdem: Erstens lohnt es sich nicht und zweitens mag keiner das Gefühl haben, eine Melkkuh zu sein!

Für die folgenden Sehenswürdigkeiten gilt: Wie schon im Allgemeinen Post beschrieben, holt euch vor der Reise den Jordan-Pass. Darin sind die Eintrittspreise für die Sehenswürdigkeiten enthalten.

Citadel Hill, Amman, Jordan

Zitadellenhügel in Amman

Der höchste Hügel der Stadt. Zum einen befindet sich der noch einigermaßen erhaltene Herkulestempel hier, zum anderen hat man einen rundum Blick über die Stadt. Man bekommt eine Ahnung davon, was für ein riesen Moloch Amman eigentlich ist und dabei eine eigene Schönheit besitzt. Ja, man wird hier etwas poetisch. Es ist beeindruckend!

Das Gelände ist riesig und gut besucht. Ist es doch die Hauptsehenswürdigkeit der Stadt. Der Zitadellenhügel ist eines der ältesten besiedelten Orte der Welt und war für seine vielen verschiedenen Eroberer von strategisch großer Bedeutung.

Im Mittelpunkt steht hier der Herkulestempel, welcher zur selben Zeit wie das Amphitheater unter römischer Herrschaft gebaut wurde.

Außerdem befindet sich auf dem Zitadellenhügel noch der Umayyaden-Palast. Und habe ich eigentlich schon die Aussicht erwähnt?! Von allen Seiten einfach mega!

Roman Theatre, Amman, Jordan

Römisches Theater in Amman

Wirklich top erhalten und einen Besuch wert. Für die Einwohner Ammans ist das wohl the place to be und wir waren für sie Teil der Sehenswürdigkeit!

Roman Theatre, Amman, Jordan

Aber im Ernst: Das Theater ist super gut erhalten. Wenn man sich die Mühe macht und ganz hochsteigt, hat man einen tollen Blick über alles. Leider sind die Steine etwas sehr rutschig und es geht teilweise echt steil hoch.

Mann, die Römer müssen richtige Biester gewesen sein, wenn man an ihre Kleidung und Ausrüstung sowie ihr everyday Workout denkt.

Amman, Jordan

Die Rainbow Street und Umgebung in Amman

Eine sehr schöne, ruhige Ecke. Die Rainbow Street ist bekannt für Bars, Restaurants und Cafes. Wir fanden aber die Umgebung fast noch besser als die Rainbow Street selbst. Es gibt Cafés mit tollem Ausblick über die Stadt mit dennoch guten Preisen. Eins davon heißt ‘Old View’. Bei Cay (Schwarztee) und Hummus kann man den anstrengenden Aufstieg nach oben schnell vergessen. (Nehmt kein Taxi. Es ist anstrengend, aber lohnt sich.)

Amman, Jordan

Das Viertel um die Rainbow Street ist offensichtlich sehr wohlhabend. Man sieht es an den Häusern, den Blumen, an den Autos und daran, dass es relativ sauber und ruhig ist. Viele Expats und Diplomaten leben hier. Die ‚westlichen‘ Vibes spürt man sofort.

Uns hat die Mischung hier sehr gut gefallen.

Hashem Restaurant, Amman, Jordan

Essen im Hashem Restaurant, Amman

Schon vor unserer Ankunft machten wir uns schlau, wo wir in diesem Jordanien und in diesem Amman den besten Hummus bekommen würden. Die Stimmen waren sich ziemlich einig. Hashem ist the place to be und wir konnten uns selbst davon überzeugen. Angeblich soll hier schon König Abdullah II gespeist haben. Best Hummus in Town also!

Hashem Restaurant, Amman, Jordan

Seht euch das Bild an und glaubt uns ruhig, dass wir dafür zusammen nur 7 JD gezahlt haben. Jeder bekommt das selbe serviert. Eine Karte gibt es nicht. Sonderwünsche zum Vorhandenen müsst ihr vorher mitteilen. Von außen sieht der Laden absolut basic aus. Das Essen aber… Ein geschmacklicher Traum, dieses Hashem!

Amman, Jordan

Gallery Guest House in Amman

Für den gesunden Schlaf können wir euch das Gallery Guest House in Amman empfehlen. Die Lage ist super (in der Altstadt) und es hat eine Dachterrasse. Die Zimmer sind sauber und groß genug. Frühstück wird entweder aufs Zimmer oder auf der Dachterrasse serviert, je nach Wunsch. Das Personal ist super freundlich. Wir empfehlen es!

Habt ihr Fragen oder dem Post was hinzuzufügen, so meldet euch einfach. Wie immer!

 

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